Napoléon I. Bonaparte
wurde am 15.8.1769 in Ajaccio (Korsika) geboren und starb
am 5.5.1821 in der Verbannung auf der Insel St. Helena im Longwood House.
Von 1799 bis 1804 war er Erster Konsul der Französischen
Republik (durch Selbsternennung), von 1804 – 1815 (ebenfalls durch Selbsternennung)
mit kurzer Unterbrechung Kaiser der Franzosen, 1805 König von Italien,
1806 Protektor des Rheinbundes. Am 18. Juni 1815 griff Napoléon
die Engländer unter dem Herzog von Wellington nahe dem belgischen
Ort Waterloo an. Als die preußischen Truppen unter Marschall Blücher
den Engländern noch zu Hilfe kamen und somit die Schlacht verloren
war, floh er mit seiner Kaiserlichen Garde nach Paris. Napoléon
musste am 22. Juni abdanken und wurde auf die englische Insel St. Helena
im Südatlantik verbannt. Dort schrieb er seine Memoiren und starb
am 5. Mai 1821. Er erkannte am Ende seines Lebens, als er sich auf St.
Helena intensiv mit Jesus Christus auseinandersetzte, folgendes:
"Ich kenne die Menschen und ich sage Ihnen, dass Jesus
kein Mensch ist. Oberflächliche Geister nehmen eine Ähnlichkeit
zwischen Christus und den Begründern von Reichen und den Göttern
anderer Religionen wahr. Diese Ähnlichkeit existiert nicht. Zwischen
dem Christenglauben und welcher Religion auch immer liegt die Kluft der
Unendlichkeit...
Alles an Christus erstaunt mich. Sein Feuer beeindruckt
mich tief und seine Willenskraft beschämt mich. Zwischen ihm und wem
immer auf der Welt gibt es keinen Vergleich. Er ist wahrhaft einzig. Seine
Gedanken, die Wahrheit, die er verkündet, seine Art zu überzeugen
lassen sich weder durch menschliche Bildung noch durch die Natur der Dinge
erklären.
Je weiter ich mich nähere, je gründlicher ich
forsche, desto schleierhafter wird mir alles; alles bleibt erhaben - von
einer Erhabenheit, die überwältigt. Seine Religion ist die Offenbarung
einer Intelligenz, die ganz sicher nicht die eines Menschen ist. Es gibt
darin eine profunde Originalität, die eine Reihe von bis dahin unbekannten
Worten und Maximen hervorgebracht hat. Jesus borgte nichts von unserem
Wissen aus. Nirgendwo außer einzig in ihm selbst lässt sich
die Nachahmung oder das Beispiel seines Lebens finden.
Ich suche vergeblich in der Geschichte etwas, das Jesus
gleich ist oder dem Evangelium nahe kommt. Weder Geschichte, noch Menschheit,
noch die Jahrhunderte, noch die Natur bieten mir etwas dar, mit dem ich
es vergleichen oder erklären kann. Alles hier ist außerordentlich.
Je mehr ich das Evangelium bedenke, desto sicherer bin ich mir, dass es
dort nichts gibt, das nicht jenseits des Gangs der Ereignisse und allen
menschlichen Verstehens ist."
"Ich selbst aber sterbe vor der Zeit, und mein Leib wird
der Erde wiedergegeben, damit ihn die Würmer fressen. Das ist das
Ende des grossen Napoleons. Welch ein mächtiger Abstand zwischen meinem
tiefen Elend und dem ewigen Reich Christi, welches gepredigt, geliebt,
gepriesen und über die ganze Erde ausgebreitet wird."
Auszüge aus: Napoleon Bonaparte I., Conversations
avec General Bertrand à St. Helena (General Henri-Gratien Bertrand
war der Freund von Napoleon, der auch später seine Memoiren herausgab.
Nachdem er in der Schlacht bei Austerlitz große Tapferkeit bewiesen
hatte, ernannte ihn der Kaiser 1805 zum Generaladjutanten und später
zum Grafen. 1806 bewirkte Bertrand als Divisionsgeneral die Übergabe
Spandaus und zeichnete sich 1807 bei Friedland (Ostpreußen) aus.
Später ernannte ihn der Kaiser zum Oberhofmarschall (Grand Maréchal
du Palais). 1814 begleitete er den Kaiser nach Elba, war dessen Vertrauter
während der Hundert Tage, kämpfte an seiner Seite bei Waterloo,
folgte ihm mit seiner Familie nach St. Helena und bewies ihm bis zu seinem
Tode aufopfernde Treue.)
Ein anderes, ähnliches Zitat von Napoleon:
"Ich kenne die Menschen und ich sage euch, dass Jesus
Christus kein gewöhnlicher Mensch ist. Zwischen ihm und jeder anderen
Person in der Welt gibt es überhaupt keinen Vergleich. Alexander,
Cäsar, Karl der Grosse und ich habe Reiche gegründet. Aber worauf
beruhten die Schöpfungen unseres Genies? Auf Gewalt. Jesus Christus
gründete sein Reich auf der Liebe; und zu dieser Stunde würden
Millionen Menschen für ihn sterben."
Frank S. Mead, The Encyclopedia of Religious Quotations,
Westwood, Fleming H. Revell, S. 56
Der Historiker Philipp Schaff berichtet über ein weiteres, ähnliches Zitat in seiner engl. History of the Christian Church, Volume I. Apostolic Christianity, CHAPTER II. JESUS CHRIST, §15 The Founder of Christianity:
"Ich kenne die Menschen und ich sage Ihnen, Christus war kein Mensch. Alles an Christus erstaunt mich. Sein Geist überwältigt und verwirrt mich. Es gibt keinen Vergleich zwischen ihm und jedem anderen Lebewesen. Er steht einzeln und allein.7"
In seiner erklärenden Fussnote zu diesem Zitat Napoleons
führt Schaff weiter aus:
"7 Zu dem Zeugnis Napoleons über die Göttlichkeit
Christi, siehe die Briefe von Bersier und Lutteroth die der zwölften
Ausgabe meines Buches über die Person Christi (1882), S. 284 und 219ff,
angefügt sind. Über Napoleon wird berichtet, dass er den Dichter
Wieland auf dem Schlossball in Weimar während des Kongresses in Erfurt
gefragt habe, ob er daran zweifele, dass Jesus je gelebt habe; worauf dieser
sofort und ausdrücklich verneinend antwortete, hinzufügend, dass
aus dem gleichen Grund tausend Jahre später Menschen möglicherweise
die Existenz Napoleons oder die Schacht von Jena leugnen würden. Der
Kaiser lächelte und sagte: "très-bien!" [sehr gut!] Die Frage
war nicht dazu bestimmt Zweifel auszudrücken, sondern den Glauben
des Dichters zu testen. So berichtete Dr. Hase die mündliche Aussage
vom Kanzler Müller, der das Gespräch gehört hatte. Geschichte
Jesu, S. 9"
Schaff im engl. Original:
"I know men, and I tell you, Christ was not a man. Everything
about Christ astonishes me. His spirit overwhelms and confounds me. There
is no comparison between him and any other being. He stands single and
alone.7"
"7 On the testimony of Napoleon to the divinity of Christ
see the letters of Bersier and Lutteroth appended to the twelfth ed. of
my book on the Person of Christ (1882), p. 284, and pp. 219 sqq. Napoleon
is reported to have asked the poet Wieland at a court-ball in Weimar, during
the Congress of Erfurt, whether he doubted that Jesus ever lived; to which
Wieland promptly and emphatically replied in the negative, adding that
with equal right a thousand years hence men might deny the existence of
Napoleon or the battle of Jena. The emperor smiled and said, très-bien!
The question was designed not to express doubt, but to test the poet’s
faith. So Dr. Hase reports from the mouth of Chancellor Müller, who
heard the conversation. Geschichte Jesu, p. 9."
Quelle: http://www.ccel.org/s/schaff/hcc1/htm/i.II.15.htm#_fnb7
Weitere Zitate von Napoleon:
"Napoleon, der halb Europa mit Krieg überzogen hatte,
schrieb am Ende seines Lebens in sein Tagebuch: ,,Ich habe mit all meinen
Armeen und Generälen nicht ein Vierteljahrhundert lang auch nur einen
Kontinent mir unterwerfen können. Und dieser Jesus siegt ohne Waffengewalt
über die Jahrtausende, über die Völker und Kulturen.“"
Napoleon Bonaparte I., zit. bei: Peter Fischer, Streng
vertraulich, Joh. Brendow & Sohn Verlag, Moers, 2004, S.249
"Alexander, Cäsar, Karl der Große und ich haben große Reiche gegründet. Aber worauf beruhen diese Schöpfungen unseres Genies? Auf Gewalt. Jesus hingegen gründete sein Reich auf Liebe. Und zu dieser Stunde würden Millionen Menschen für ihn sterben. Ich habe zwar auch große Menschenmengen zur enthusiastischer Anhängerschaft bewegt: Sie wären für mich gestorben. Aber hierzu musste ich präsent sein mit dem elektrisierenden Einfluß meiner Blicke, meiner Worte, meiner Stimme. Wenn ich die Menschen sah und zu ihnen sprach, entzündete ich in ihnen die Flamme der Hingabe. Jesus Christus hingegen zieht durch einen gewissen mysteriösen Einfluß, auch wenn bereits achtzehnhundert Jahre vergangen sind, so sehr die Herzen der Menschen zu sich hin, dass Tausende auf ein Wort hin für ihn durch Feuer und Flut gehen und dabei ihr eigenes Leben nicht wert erachten würden." Napoleon Bonaparte I. zit. bei: Michael Green, Führen alle Wege zu Gott?, Gerth Medien GmbH, Asslar, 2004, S.35
»Das Wesen der Existenz Christi ist geheimnisvoll, das muß ich zugeben. Aber dieses Geheimnis begegnet den Bedürfnissen des Menschen — verwirf es, und die Welt ist ein unlösbares Rätsel; glaube es, und die Geschichte unseres Geschlechts ist zufriedenstellend erklärt.« Frank S. Mead, (ed): The Encyclopedia of Religious Quotations, Westwood: Fleming H. Revell, o. J., S. 56
»Christus allein hat es vermocht, den Sinn des Menschen so auf das Unsichtbare zu richten, daß er für die Schranken der Zeit und des Raumes unempfindlich wird. Über die Kluft von achtzehnhundert Jahren stellt Jesus Christus eine Forderung, die schwerer als alle anderen zu erfüllen ist. Er fordert das, wonach ein Philosoph oft vergebens bei seinen Freunden sucht oder ein Vater bei seinen Kindern oder eine Braut bei ihrem Bräutigam oder ein Mensch bei seinem Bruder. Er fordert das Herz des Menschen; er will es ganz für sich haben; er fordert es bedingungslos. Und das Herz antwortet und gibt sich ihm hin, wird mit seinen Kräften und Fähigkeiten ein Teil des Reiches Christi. Alle, die aufrichtig an ihn glauben, erfahren diese übernatürliche Liebe zu ihm. Dieses Phänomen ist unerklärlich, es liegt ganz und gar jenseits der schöpferischen Kraft des Menschen. Die Zeit, die große Zerstörern, vermag weder seine Stärke zu erschöpfen noch seinen Wirkungskreis einzuengen.« Frank Ballard, The Miracles of Unbelief, Edinburgh, T&T Clark, 1908, S. 265